Und das Beste daran: man kann ihn zu Hause nachmachen.
Zugegeben: es ist nicht ganz so einfach.
Aber schauen Sie selbst: Galileo Reporter Martin Dunkelmann hat’s
ausprobiert.
Wir haben uns die tollsten Instagram-Trends herausgepickt und versucht, sie
nachzubauen.
Die sehen nicht nur super aus, sondern sollen natürlich auch
großartig schmecken.
Ob’s was geworden ist?
Das sehen wir gleich!
Galileo Reporter Martin Dunkelmann ist zwar Food-Experte, aber für diesen
Test holt er sich Profi-Unterstützung.
Sven Thunig ist Eismacher aus Starnberg.
Die Instagram Trends sind auch für ihn Neuland.
Sie starten mit der größten Challenge: dem Wolkeneis.
„Also jetzt gibt’s Eis mit Zuckerwatte drum rum und Eis, das ist grün,
das ist wahrscheinlich Matcha.“
„Das ist sicher Matcha-Tee.“
Die Eismasse ist beim Wolkeneis Softeis.
Denn das kann man zwischen der Wolke besonders fluffig auftürmen.
Matcha ist japanisch und heißt auf Deutsch „gemahlener Tee“.
Genau das ist er auch: zu Pulver gemahlener Grüntee.
Seinen Ursprung hat Matcha in China.
Dort ist er als Heilpflanze bekannt.
Bei Sven müssen für das feine Pulver die schweren Geräte ans Werk.
Was sagt der erste Geruchstest?
„Ja es riecht so ein bisschen seegrasig finde ich.
Matcha ist ganz speziell finde ich.“
Und vor allem bitter im Geschmack.
Ist der Trend also Süß gegen Bitter?
Die Erfinder wollten mit der Zuckerwatte-Wolke
den bitteren Geschmack vom Matcha-Eis quasi neutralisieren.
Aber schmeckt das noch?
Dazu später „Jetzt eine ganz wichtige Frage.
Das sieht natürlich geil aus.
Aber nicht jeder hat jetzt wie du so ne Maschine
zu Hause stehen.
Wie kann man das selbst machen?“
„Das ist beim Matchatee-Eis schwierig ohne Eismaschine.
Aber wir können ein Softeis machen aus tiefgefrorenen
Früchten.“
Das geht?
Gefrorene Früchte ersetzen eine Eismaschine?
„Das musst du mir jetzt zeigen, weil wir wollen ja Wissen wie das zu
Hause geht.
Machen wir jetzt ein Früchte-Soft-Eis.“
Und zwar mit Puderzucker, Sahne und Schmand.
Damit das Softeis auch ohne Eismaschine gelingt, nehmen Martin und Sven
statt Matcha-Pulver gefrorene Beeren.
Die kühlen die anderen Zutaten runter.
Den Zutaten geht's jetzt mit einem Pürierstab an den Kragen.
„Wie Softeis.
Sehr fruchtig.
Mhm.
Das ist gut.“
Jetzt fehlt nur noch die Wolke - Pardon: die Zuckerwatte!
„Es kommt.
Es kommt.
Zuckerwatte!!“
Zuckerwatte ist zwar schnell und einfach gemacht - ABER nur mit einer
Maschine.
Wer diesen Trend nachmachen will, muss also erstmal Geld
investieren.
Maschinen gibt’s ab 30 Euro.
„Guck mal wie schön die geworden ist.“
Watte um die Waffel - Eis rein - fertig.
„Also für ein zu Hause nachgemachtes Eis ist das voll cool oder?“
„Ja.“
„Also jetzt mal abgesehen davon, dass es vielleicht nicht ganz wie
bei Instagram ist.
Aber dieses Eis ist geil.“
ABER: es soll ja nicht nur gut schmecken, sondern auch Instagram-mäßig
aussehen.
Übung macht bekanntlich den Meister: Deshalb bekommen Martin
und Sven noch eine Chance.
Klappts mit dem Matcha-Eis besser?
Sieht aus wie ein kleiner Weihnachtsbaum - nur: wie
isst man den?
„Ist wahrscheinlich alles ein bisschen groß.
Wie schmeckt‘s?“
„Sehr süß...“
Was sagt das Team zum süßen Weihnachtsbäumchen?
„Das haben wir für dich gemacht.
Auch mit dem schwierigen mit dem Eis da oben.“
„Also einfach zu essen ist es nicht.“
Naja - Hauptsache, es sieht gut aus.
Optisch ist das Wolkeneis ein echter Knaller.
Aber ohne Zuckerwatte-Maschine geht’s nicht.
Nächter Instagram-Trend: Macaron-Eis [Makaroh].
Also Eis zwischen zwei Keksen.
Das sollte doch ganz easy sein, oder?
Die Zutaten: gemahlene Mandeln, Puderzucker, Eiweiß, Zucker und
Lebensmittelfarbe.
„Pass auf, wenn wir die jetzt machen wie gehen wir am besten vor?
Erst das Eis machen oder erst die Macarons?“
„Wir fangen mit den Macarons an.“
„Ja ok klar.“
„Ich hoffe du hast ein bisschen Geduld.
Weil wir müssen jetzt gemahlene Mandeln nochmal mahlen und hinterher
durch ein Sieb streichen.“
Macarons sind ein französisches Baiser-Gebäck und schon
lange Trend.
Normalerweise kommt zwischen die zwei Kekshälften Buttercreme
oder Konfitüre.
Jetzt soll aber Eis dazwischen - das macht die Kekse
sommertauglich!
Nur von den Arbeitsschritten ist Martin bisher noch nicht sonderlich begeistert.
„Also manche Arbeitsschritte sind spannend und andere auch nicht
so sehr.“
Sven hat Erbarmen mit Martin und gibt ihm eine neue Aufgabe: das Eiweiß.
Aber Achtung: Das Rezept muss ganz genau sein.
„Wir brauchen 81 Gramm Eiweiß!“
„81 Gramm Eiweiß?
OK.“
81 Gramm?!
Martin nimmt’s nicht so genau.
Ob sich das später rächt?
„Also man kann dieses Macaron-Eis zu Hause nachmachen.
Ist aber ein bisschen aufwendiger.“
Heißt im Klartext: viiiiiel Zeit einplanen!
Denn allein für den Keksteig gehen locker schon mal bis zu zwei Stunden drauf.
Ganz schön aufwendig, dieser Eistrend.
Ob sich die ganze Arbeit am Ende lohnt?
Martin ist noch etwas skeptisch.
„Jetzt bin ich mal gespannt, ob das klappt.“
Noch sieht alles ja ganz ordentlich aus.
Es scheint, als hätte sich die Mühe gelohnt.
Die Kekshälften ab in den Ofen und - aaaahhh - wie schön sie aufgehenP
Doch die Freude ist nur von kurzer Dauer.
Tja Martin, vielleicht hättest Du die Sache mit dem Eiweiß doch ein bisschen
ernster nehmen sollen.
Irgendwas ist da wohl schief gelaufen.
Martin versucht trotzdem, ein Sandwich zu bauen.
„Das sieht da ein bisschen anders aus.
Aber das Prinzip Macaron und Eis dazwischen haben wir hingekriegt.
Oder?“
Bei der Optik drücken wir mal beide Augen zu.
Schmeckt’s wenigstens?
„Das schmeckt lecker.
Sieht nur komisch aus, aber es schmeckt.
Man kann es nachmachen.“
Dauert aber.
Und unsere Macaron-Eis-Sandwiches können sich erst im zweiten
Anlauf sehen lassen.
Dass Eis zwischen zwei Keksen so aufwendig sein kann -
wer hätte das gedacht!
Unser nächster Eistrend sollte dafür garantiert gelingen: Bubble-Waffles
„Was sind Bubble Waffles?
Das ist eine andere Waffelform oder was?“
„Das sind Waffeln mit Ausbuchtungen.“
„Haben wir nicht.
Wir machen ganz normale Waffeln oder?“
„Ja wir nehmen normale Waffeln.“
Die Zutaten: Eier, Stärke, Backpulver, Butter, Rohrzucker, Salz, Mehl und
Milch.
Egal, ob normale Waffeln oder Bubble Waffles - der Geschmack ist der gleiche.
Und Waffeln hat doch jeder schon mal gemacht!
Bubble Waffles kommen ursprünglich aus Hong Kong.
Dort gibt es sie an jeder Straßenecke als Snack - nur ohne Eis.
„Das ist aber nur Schritt eins: die Waffel.
Dann kommt noch das Eis und mega viel Garnitur.“
Mit dem Kalorienzählen fangen wir bei diesem Eistrend lieber gar nicht erst an.
Aber wer denkt bei so einem Hammerteil auch schon daran?
Sieht mega aus, gelingt garantiert, geht schnell und ein Waffeleisen hat jeder
daheim.
Und: Das Besteck wird hier gleich mitgeliefert.
„Das hier haben wir auch eins A kopiert.
Sieht ein bisschen chaotischer aus.
Aber es funktioniert.
Und man kann sich direkt hier so einen Keks nehmen.
Geil.
Aber das ist für einen Menschen viel zu viel.
Probier mal!“
Und wie schmeckt’s?
„Mhm.
Sehr gut.“
Für die originalen Bubble Waffles braucht man spezielle Waffelpfannen.
Die kann man übers Internet in den USA ab 40
Euro bestellen.
Wir haben alles versucht, sie zu bekommen - nur leider kamen
sie für den Dreh einen Tag zu spät an.
Lieber spät als nie haben wir es trotzdem ausprobiert mit den echten
Bubbles.
Das Ergebnis kann sich sehen lassenP P aber unser normales sieht mindestens genauso
gut aus.
So richtig einfach ist es nicht, die Instagram-Eistrends nachzumachen.
„Jihaa.
Oh Gott...“
Man braucht GeduldP „Ach scheiße, wie kriegt man das wieder
da raus?“
„Es muss ein bisschen nach hier.“
Eine ruhige Hand.
„Oh man!“
„Einmal zu viel reingeploppt hier, und dann:“ Aber es lohnt sich!
Die Eistrends sehen super aus.
Nur mit dem Essen muss man schnell sein.
„Man kann sie aber nachmachen, das klappt.
Ich finde am besten diese kleinen Macaron Eises.
Denn die sind handlich und nicht so viele Kalorien drin.
Mhmm.“