Ja, man kennt süße Cake-Pops, aber nen herzhaften Burger am Stil habe ich jetzt in dieser Form
noch nicht gesehen.
Ob diese auch Liebhaber von den süßen Lollis überzeugen können und welche deftigen Sticks
Sie auf Ihrer nächsten Party unbedingt anbieten sollten - Rockerkoch Timo Hinkelmann zeigt
es uns.
Cake Pops sind fein, lecker und optisch der Knaller!
Warum also nicht auch etwas Herzhaftes auf den Stiel bringen?
Koch Timo Hinkelmann probiert die Food Pops aus.
„Wir sind hier grad auf dem Weg zum Café La petite Confiserie.
Da ist Julia die Betreiberin für ihre Cake Pops bekannt.
Das sind diese kleinen Kuchen am Stiel.
Und ich will jetzt einfach mal zeigen, dass man das nicht nur süß machen kann, sondern
auch herzhaft.
Und da gehen wir jetzt mal rein und sagen hallo.
Du bist die Julia nehme ich an.
Grüße dich, hi, ich bin der Timo.
Ich hab gehört, hier gibt es richtig geile Cake Pops.“
Die muss Timo natürlich probieren.
„Super lecker.
Ich bin eher der herzhafte Typ.
Julia wenn du Bock hast, zeig ich dir, wie wir mal was Herzhaftes auf die Spieße zaubern.“
In Julias zuckersüßer Backstube wird es gleich deftig.
Los geht's mit Toast Hawaii am Spieß.
Dafür braucht Timo Toast, Remoulade, Kochschinken, Ananas, Sandwichkäse und Cocktailkirschen.
„Möchte ich dich einmal bitten, dass du mir hier mal zwei Kreise ausstichst einmal.
Die nehmen wir dann als Untergrundboden, also als der Toaster, ne.“
Backpapier drunter, damit nichts anbäckt.
Remoulade kommt auf die Toastkreise als Kleber für den halbierten Schinken.
„das Schöne ist, das wir quasi ein klassisches, herzhaftes Gericht haben, was wir aber halt
anstelle auf dem Teller halt am Spieß anbieten können.
Und so besteht natürlich die Möglichkeit, dass man viele herzhafte Gerichte wo rauf
man gerade Bock hat, zusammen futtern kann, ohne dass man direkt satt nach einem Teller
ist.“
Die Ananas legt Timo in kleinen Stückchen oben drauf.
„Dann nehmen wir uns einfach hier den Schabletten-Käse, damit dir dann richtig schön schlotzig-mottig
werden.
Den kannst du richtig schön knicken, der zerläuft ja.
Wenn der jetzt hässlich ist, wird der gleich trotzdem wieder schön, ja.“
Damit es noch schöner wird, kommt die Cocktailkirsche drauf.
Bei 180 Grad wandern die Toast Hawaii-Pops 3 bis 4 Minuten in den Ofen.
„Hast du Hunger oder Durst, komm zu Timo – iss ein Hawaii-Toast mit ner Schinkenwurst.“
Timos Trick: Die Spieße einfach von oben nach unten durchschieben.
„Das ist jetzt ein Lollie für richtige Männer.
Zum Wohl.
Schmeckt geil, ne.“ „ist super.“
„So ein kleiner Happs, auf irgendwelchen Partys oder so, eigentlich ganz geil.“
Das war schon mal lecker.
Als nächstes gibt es Garnelen im Nudelkleid.
Timo braucht nur Spaghetti, Knoblauch, Sojasoße, Garnelen und Teriyaki Soße als Dip.
Während die Nudeln kochen, wird Knoblauch gehackt und mit Sojasoße und den Garnelen
vermengt.
„So, die Nudeln müssten jetzt kurz vor al dente sein.
Mehr brauchen wir dafür auch nicht, die werden ja gleich noch mal frittiert.
Juliane würdest du mir mal ein Sieb geben, da vorne?
Juliane: ja, einen Moment.
Timo: Danke, dann schreck ich die ab.
Julia bist du so lieb und würdest du schon mal die Pfanne aufstellen, so gute 3 cm hoch
Fett eingießen und schon mal anstellen, das wir das heiß kriegen.“
Dann geht’s auch schon ans Wickeln.
„Ist natürlich was ganz anderes.
Weil, bei uns ist das natürlich mit Teig und Creme und Schokolade und Nüssen rein.
Eine Garnele hatte ich jetzt noch nicht in dem Cake Pop.“
Für zwei bis drei Minuten ins heiße Fett, auf Küchenkrepp abtropfen lassen und ab damit
auf den Spieß.
„Ich bin mal so dreist und mach heute mal den Anfang.
Knusprige Nudelhülle, zarte Garnele, Teriyaki-Soße, lecker.“
„Sehr lecker.“
„Kann man machen, ne.“
Weiter geht es mit den Kartoffel-Käse Schiffchen.
Die bestehen aus: Kartoffeln, Kidneybohnen, Mais, Zitronensaft, Creme Fraiche, Paprika,
Frühlingszwiebel, Käse und Kräuterbutter.
„Da können wir schon direkt loslegen und die Kartoffeln schon mal bisschen garen.“
Damit die Kartoffeln besser auf dem Blech halten, die Seiten abschneiden und längs
halbieren.
Mit Öl, Salz und Pfeffer würzen.
„Dein Ofen, deine Ehre.
150 Grad, halbe Stunde, ab geht’s.“
Nach 30 Minuten ist die Füllung dran.
„Wir machen folgendes.
Vorsichtig, ist noch bisschen warm.
Da gehst du hier mit dem Löffelchen rein und holst das Innenleben aus der Kartoffel
raus, aber so dass wir noch Halt haben in der Kartoffel.
Das Innenleben packst du hier einfach in die Schüssel.
So, dass wir die schön füllen können, so dass der Boden aber noch zu bleibt.“
„Ist schon sehr filigran hier, das Ganze.“
„Das hab ich extra für dich ausgesucht.
„Danke.
„Nachdem ich wusste, dass du filigran arbeitest, hab ich gesagt, alles was mit filigraner Arbeit
zu tun hat, geb ich direkt an dich ab.
Da hab ich kein Stress mit.“
„Hast du dich gefreut.“
„Selbstverständlich.“
Kidneybohnen und Zitronensaft kommen zu der Kartoffelmasse.
„Wofür machen wir das?“
„Für die Säure.
„Das ist wie beim Backen.“
„Genau, ich arbeite gerne mit Säure, dem Süßen, dem Salzigen den Popo-Tritt zu geben.“
Mit Paprikapulver, Creme Fraiche, Salz und Pfeffer verfeinern und das Ganze pürieren.
„Das ist jetzt unsere Basis.
Da kannst du jetzt schon mal zwei Esslöffel Mais einarbeiten im Ganzen.“
„Das ist jetzt auch so ähnlich wie die Masse, die wir zu Cake Pops verarbeiten.“
„Siehst du, darauf wollte ich hinaus.
Deshalb habe ich mir das auch ausgedacht.“
Gehackte Paprika und Frühlingszwiebeln schwitzt Timo kurz mit Kräuterbutter an.
Alles zusammen wandert in die Kartoffelhälften.
Geriebener Käse oben drauf und bei 180 Grad für 6 Minuten in den Ofen.
Aber wofür braucht Timo Käsewürfel?
„Der Käse fungiert als Bremse und auch noch mal als Geschmacksträger.
Und dann können wir die Kollegen hier so hinstellen.
Da gibt’s kein Gezeter und Gemecker.
Die Kartoffel-Käse Häppchen sind schweine-lecker.
Ob er mit diesem Spruch Recht behält?
„Schmeckt eigentlich wie eine Ofen-Kartoffel, nur in Mini.“
„Und halt ein bisschen Power drin, ne.“
„Super lecker.“
„Also das sind ja wunderbare Kleinigkeiten, schnell gemacht.“
„Wie erwartet, lecker.“
Am Ende wird Timos Lieblingsklassiker – der Burger - geschrumpft und kommt als Food-Pop
an den Stiel.
Er braucht nur Mini-Burger Brötchen, Hackfleisch, Eisbergsalat, Sandwichkäse, Tomaten, Feigensenf
und Gewürzgurken.
Und dann kommen wir zu den eigentlichen Burger Buns.
Die kann man A entweder selber kaufen, selber kaufen ist auch schön.
Man kann sie auch selber machen.“
Timo hat die Burger Brötchen aus Hefeteig schon vorbereitet.
„So sieht das dann später oder kann das aussehen.
Die hab ich schon halbiert, damit wir bisschen Röstaromen dran kriegen.
Die stellen wir uns erstmal zur Seite.
Jetzt geht es an die eigentliche Vorbereitung“
Aus dem gewürzten Rinderhack entstehen die Mini-Burgerpattys.
„Zur Hilfe nehm ich mir immer ein bisschen Wasser einfach.
Da kann man das besser formen.
Da machen kriegen wir richtig schöne kleine Mini-Buletten.
So, da kommen die Biester hier rein.“
2 Minuten pro Seite brutzeln sie in der Pfanne.
„Julia ich würde dich bitten, den Untergrund mit nem ordentlichen Kleks Feigensenf mittig,
dass er sich nachher nicht wegdrückt und das gleiche beim Deckel zu machen, okay?
„ja.“
Auf den Feigensenf kommt auch gehackter Eisbergsalat, Tomatenscheiben und Zwiebelringe.
Jetzt fehlt nur noch das Fleisch.
„Das wichtigste für jeden Burgerliebhaber – der Käse oben drauf.“
Ist der Käse geschmolzen, werden die Burger fertig gebaut.
Mit einer Gewürzgurke aufspießen und fertig.
„Sehr lecker.
Steht dem großen in nichts nach sozusagen.“
„Ist natürlich eh mein persönlicher Favorit, weil ich einfach Burger so lieber, was man
ja auch sieht.“
„Timo, das ist Männeressen in Frauenportion.
Finde ich sehr, sehr lecker.
„Damit ihr auch mal wisst, was richtig gut ist.“
„Damit Frauen auch endlich mal nen Burger essen.“
„richtig.“
Uns schmeckt's.
Aber wie kommen die herzhaften Food Pops bei Julias Café-Besuchern an?
„Immer die ehrliche Meinung sagen.“
„Der ist schon mal sehr gut, der Toast Hawaii.“
„Das ist lecker, ja.“
„Kann man zwischendurch machen.
Ich mag die Süßen auch sehr gern.
Aber ist auf jeden Fall mal was anderes.“
So was Herzhaftes vermisse ich.
So Kleinigkeiten die man mittags auch mal naschen kann.
Finde ich wirklich super.“
„Also ich würde das auch machen.
Wenn man mal eben Hunger hat auf kleines Herzhaftes, dann ist das ja super.“
„Das ist in meinen Augen eine total tolle Alternative zu klassischen Fingerfood.
Man sollte auf jeden Fall Hunger mitbringen und sich überraschen lassen, was alles im
Gaumen passiert.“
Ab jetzt jetzt gibt's nicht mehr nur süße Teigbällchen.
Timos deftige Varianten sind die perfekten Snacks - nicht nur für echte Kerle.