Wir haben zwei verrückte Meldungen aus dem Netz gefunden, die wir kaum glauben können!
In China fährt angeblich diese Gefährt und in Großbritannien solle es Elternzeit geben
wenn man sich einen Hund anschafft.
Was davon wirklich stimmt - jetzt bei „Finde die Fake News“!
Echte Meldung?
Oder nur Fake News?
Unsere erste Story dreht sich um diesen futuristischen Bus, der scheinbar mühelos über Autos hinweg
fahren kann.
Stimmen die Meldungen, dass dieser Anti-Staubus schon bald durch China schwebt?
Die zweite News aus dem Netz: Eine schottische Brauerei bietet ihren Angestellten angeblich
bezahlte Elternzeit, wenn die einen Welpen aufnehmen.
Gibt es im Vereinigten Königreich so tierliebe Chefs?
Oder ist es eine Fake News?
Wir schicken zwei Reporter los, um die kuriosen News an Ort und Stelle zu überprüfen.
Ein Bus, der über Autos fährt.
Das soll auf Chinas Straßen den Verkehr revolutionieren.
Echte Story oder FakeNews?
"Es ist kein Internet-Fake.“
„Also ich hab’s noch nie gesehen, deswegen gehe ich mal davon aus, dass es das noch nicht
gibt.”
„Im alltäglichen Gebrauch sicherlich nicht einsetzbar.
Zumindest meine Meinung so.“
Auch wir können kaum glauben, dass es so einen Bus tatsächlich gibt und wollen uns
selbst ein Bild vor Ort machen.
Wir reisen nach China.
In Qinhuangdao soll der Bus laut Internet bereits getestet werden.
Hier angekommen wird uns schnell klar: Die 3-Millionen Einwohner- Metropole hätte einen
Anti-Staubus bitter nötig.
„Ich stehe hier sehr oft im Stau.
Aber als Taxifahrer muss man sich daran gewöhnen.“
Dem riesigen Verkehrsaufkommen der Stadt fallen auch die knapp 1000 Linienbusse täglich zum
Opfer.
Verspätungen stehen hier an der Tagesordnung.
Auf der Suche nach dem Anti-Stau-Bus durchkämmen wir das Stadtzentrum – ohne Erfolg.
„Also einen über Autos schwebenden Bus sehe ich hier erstmal gar nicht.“
Dafür aber jede Menge Ampeln und LKW – wie wollen die Entwickler des Busses mit solchen
Hindernissen umgehen?
Wir nehmen das Video noch einmal genauer unter die Lupe.
Unter dem Bus passen nur Fahrzeuge mit einer Höhe von weniger als Zwei-Meter-Zwanzig durch.
Brücken sollen umgangen werden, indem die Straße dort tiefergelegt wird.
Außerdem deutlich zu erkennen: der Bus fährt auf einem Schienensystem.
Auf den ersten Blick eine gute Idee, die allerdings viel kostet!
Schienenverlegung, Straßenbau und ein neues Verkehrs-Leitsystem - ein Eingriff in die
gesamte bestehende Infrastruktur, der Milliarden verschlingen würde!
Das Konzept scheint immens aufwendig.
Schienen sehen wir außerdem nirgendwo.
Doch nur Fakenews?
Vielleicht können uns ja die Einwohner weiterhelfen.
„Weißt du, wo es so einen Bus hier geben könnte?“
„Nein, keine Ahnung.“
„So einen Bus gibt es hier nicht.“
„Das kennen Sie nicht?“
„So einen Bus gibt es hier nicht.“
„Er weiß es auch nicht.“
Kurz bevor wir die Hoffnung aufgeben wollen, dann aber doch ein Lichtblick.
„Haben Sie so einen Bus schonmal gesehen?“
„Ja, davon habe ich schonmal gehört.“
„Und wissen Sie wo wir so einen Bus finden?“
„Ja, in Beidahe.”
„Wirklich?“
Die Frau erklärt uns, dass es den Anti-Staubus tatsächlich gibt und er in einer kleinen
Stadt ganz in der Nähe getestet wird.
Wir machen uns gleich auf den Weg.
Werden wir den Anti-Staubus wirklich zu Gesicht bekommen?
Auf der Suche nach dem Anti-Staubus.
Wir fahren zum Ort an dem die Teststrecke sein soll.
Auch unser Taxifahrer hat schon davon gehört.
„Ich weiß nicht, wie lange es noch dauert bis der Bus auf der echten Straße zum Einsatz
kommt, aber ich denke es dauert nicht mehr lange.
„Hier wurde der Bus getestet.“
Doch als wir ankommen werden wir wieder enttäuscht.
Denn vom Bus ist auch hier keine Spur in Sicht.
Die Straße sieht aus wie jede andere.
Bis auf ein kleines Detail.
Wir entdecken zwei schmale Streifen mit frischem Teer.
Am Seitenrand und in der Mitte der Straße.
Könnten hier Schienen für den Anti-Staubus gelegen haben?
In einem der Internet-Videos sieht der Bus realistischer aus.
Und hier finden wir einen örtlichen Hinweis.
„Also wir sind auf jeden Fall richtig, weil in diesem Clip sieht man auch das Haus was
da hinten zu sehen ist und hier stand der Bus.“
Aber wo ist der Bus dann jetzt?
Wir fragen in einem anliegenden Restaurant nach.
“Er wurde abgeschleppt.
Er wurde etwa vor zehn Tagen abgeschleppt.”
Die Frau weiß nicht warum der Bus weggebracht wurde.
Dafür aber wohin.
Er soll nur wenige hundert Meter weiter auf einem Parkplatz stehen.
Und dann finden wir ihn tatsächlich.
„Das scheint der Bus zu sein!“
Tatsächlich steht hinter der Mauer ein riesiges Gefährt, dass dem Bus im Video ähnlich sieht.
Aber was macht er auf dem Parkplatz?
Wir wollen uns den Bus aus der Nähe anschauen.
Das Gelände ist abgesperrt, aber das Gitter lässt sich öffnen.
Doch bevor wir den Bus überhaupt anschauen können, werden wir entdeckt.
Der Bus wird bewacht.
Und der Mann scheint nicht erfreut über unseren Besuch.
„Haut ab!“
„Verschwindet!“
„Er reagiert recht agressiv.
Also da ist irgendwas faul.“
Wir werden vom Gelände gejagt.
Und bekommen keine Antworten.
Was stimmt hier nicht?
Wir haben ihn China gefunden.
Allerdings kommen wir nicht mehr näher an ihn heran.
Und viele Fragen sind weiterhin ungeklärt.
Warum wurde er abgeschleppt?
Warum steht er auf diesem Parkplatz?
Und ist er überhaupt funktionsfähig?
Vom Dach eines anliegenden Wohnhauses sehen wir deutlich, dass der Bus nur auf einer Betonplatte
abgestellt ist.
Er wirkt alles andere als einsatzbereit.
„Ich mein, der Bus ist da, aber weder Schienen, die diesen Bus dort hingeleitet haben oder
auch nur eine Möglichkeit, dass dieser Bus dort wieder rausfahren kann.
Also ich glaube der ist dort fest.
Der wird nicht mehr benutzt werden.“
Wir fragen uns weiter bei den Anwohnern durch.
Die weichen unseren Fragen allerdings aus.
Wollen nichts vom Bus und der geplanten Revolution des Nahverkehrs wissen.
Nach zwei Stunden treffen wir dann aber doch noch jemanden der etwas weiß.
„Der Boss hat sich aus dem Staub gemacht, als die Firma anfing Geld zu verlieren.
Um genau zu sein hat er Investitionsgelder von alten Menschen aus Peking eingesammelt,
um den Bus zu entwickeln.
Nach der ersten Hälfte der Entwicklung hat er das Projekt einfach abgebrochen.“
Am 1.
August 2016 gab es tatsächlich eine kleine Prototypen-Demonstration.
Mit Schleife, Zuschauern und einem fahrenden Bus.
Weit ist der Bus allerdings nicht gekommen.
In China vermutet man mittlerweile, dass der Bus nie dazu bestimmt war zu fahren.
„Der Bus ist ein Betrug.
Ein kompletter Betrug.
Die Geschwindigkeit beim Testlauf war nicht mehr als 5 km/h.“
Laut chinesischen Medien gibt es ein laufendes Ermittlungsverfahren gegen 32 Mitarbeiter
der Entwicklerfirma.
Ihnen wird Betrug vorgeworfen und zwar an über 40.000 Privatinvestoren mit einer gigantischen
Summe von 650 Millionen Euro.
Zwar wurde mit dem Geld ein Prototyp´gebaut, der Großteil ist jedoch wahrscheinlich in
die Taschen der Entwickler geflossen.
Schade!
Auch in China müssen die Bewohner daher wohl weiterhin mit normalen Linienbussen fahren.
„Wir haben den Bus zwar gefunden, aber der ist alles andere als fahrtüchtig und wird
auch in Kürze nicht auf Chinas Straßen unterwegs sein.
Daher: Fakenews!“