Aber was hat das mit Basketball zu tun?
Wie hat es dieser Teenager vom Sportplatz zum millionenschweren Biz Kid geschafft?
Wir verraten’s Ihnen!
Ein Basketballplatz, viele schwitzende Füße.
Und eine millionenschwere Geschäftsidee.
Und die kommt von ihm: Brennan Agranoff [Brännen Agranoff].
Wie finden das seine Freunde?
„Während die meisten von uns bei Fastfood Ketten schuften, macht er ein Millionengeschäft
mit Socken.“
Vom Sportfan zum Sockenmillionär.
Mit wem haben wir es hier zu tun?
Wir fliegen in die USA und besuchen ihn zuhause!
In Sherwood [Schörwud], Oregon.
Mit 30.000 Einwohnern eher beschaulich.
Wir müssen vor Brennans Schule auf ihn warten.
Ja, richtig gehört!
Unser Jungunternehmer drückt nämlich noch die Schulbank.
Und das ist er: 17 Jahre jung.
Kontostand: zwei Millionen Dollar.
„Ich habe meine eigene Firma.
Die Schule muss ich trotzdem zu Ende machen, bevor ich voll durchstarten kann.“
Ok, der weiß, was er will.
Zur Erinnerung: Er ist gerademal 17!
Brennan chauffiert uns in seinem Auto durch die Gegend.
Und das darf er nicht nur allein fahren.
Er hat es sich für schlappe 30.000 Euro von seinem eigenen Geld gegönnt.
Sparen musste er dafür nicht, er verdient 1000 Euro – am Tag!
Aber wo fahren wir eigentlich hin?
„Wir fahren jetzt zu meiner alten Schule, denn da hatte ich die Idee zu den Socken und
daraus ein Geschäft zu machen.“
Und diese Idee kam ihm vor vier Jahren in dieserTurnhalle.
Fällt Ihnen was auf?
Schauen sie mal eine Etage tiefer.
Richtig!
Weiße Socken.
„Hier ging ich mit 13 zur Schule.
Wir haben jeden Tag Basketball gespielt.
Irgendwann fiel mir auf, dass alle immer nur weiße oder schwarze Socken tragen.
Da dachte ich mir: wie langweilig.
Es muss doch eine andere und coolere Variante geben!“
Heißt im Klartext: Brennan bringt einfach seine eigenen Sportsocken auf den Markt.
Und zwar bunte.
Er gründet mit gerade mal 13 Jahren seine eigene Socken-Firma.
Klingt eher nach strickender Oma als nach stylischem Teenager ... Während seine Freunde
weiter abhängen, muss Brennan los.
Denn nach der Schule ist bei ihm Arbeiten angesagt.
Jeden Tag.
Hier sieht‘s aber eher nach Bauernhof aus als nach hippem Start-Up.
„Wir leben auf einer kleinen Farm.
Hier ist unser Hühnerstall.
Und hier unser Haus.
Da wohne ich mit meinem Bruder und meinen Eltern.
Links ist meine Sockenfabrik.
Hier stellen wir die Socken her und versenden sie.“
Brennan hat ganz einfach die Garage seiner Eltern umfunktioniert.
So viele Jugendliche, die akkurat Socken zusammenlegen, findet man sonst nirgends.
Brennan muss auch nicht den Chef raushängen lassen, denn: Die Angestellten sind seine
Freunde und bessern sich bei ihm ihr Taschengeld auf.
100 Paar Socken vertickt Brennan jeden Tag online.
Allein schafft er das schon lange nicht mehr.
Deshalb hat er noch eine ganz spezielle Vollzeitkraft eingestellt.
„Hier verpacken wir alle Lieferungen.
Meine Mutter managed die Produktion.“
„Wie wars in der Schule?“
„Ganz gut.
Diese Frage kennt vermutlich jeder.
Da schalten wir mal lieber auf Durchzug – ist eh immer das gleiche, was Mütter so fragen.
„Das ist mein Hund, er hängt den ganzen Tag hier rum.
Er ist sowas wie unser Maskottchen.“
Der einzige, der keine Socken trägt...
Während in der Garage fleißig verpackt wird, führt uns Brennan in sein Kinderzimmer – pardon,
in sein Büro.
„Hier oben ist mein Arbeitsplatz.
Da fängt auch der Produktionsprozess an.
Ich arbeite jeden Tag nach der Schule ein paar Stunden .“
Klingt ganz schön durchgetaktet...
Die Website macht Brennan komplett allein.
Aber wer hat ihm den ganzen Computerkram beigebracht?
Und vor allem: wann?
„Als ich 13 war und meine Firma gründete, musste ich mir erstmal das Programmieren beibringen.
Denn ohne Website kein Onlineshop.
Ich hatte kein Geld, um jemanden dafür zu bezahlen.“
Mittlerweile schon.
Trotzdem macht Brennan immer noch alles selbst.
Auch das Design.
Und das ist durchaus diskutabel…
„Die Kunden lieben meine verrückte Designs!“
Aber gerade wenn‘s ums Design geht, wird unser Genie zum Sorgenkind: Denn mit der Farbwahrnehmung
hat es Brennan leider nicht so.
„Ich bin farbenblind seit meiner Geburt.
Meist gibt es nur bei grün, blau und rot Probleme.
Aber das ist beim Designen schwierig.
Manchmal denke ich, dass meine Designs gut aussehen und die anderen finden‘s schrecklich.“
Und genau deshalb lässt er jedes Design nochmal von Mutter Maia gegenchecken.
„Er wollte das Orange rausbekommen.
Da mussten wir korrigieren, weil er diese grünen Socken für orange hielt.“
Die grellen Muster sind also Brennans Sehschwäche geschuldet.
Und genau die feiern seine Kunden.
Mittlerweile besitzt er sogar Spezial-Drucker für 20.000 Euro.
„Jetzt, wo das Unternehmen so gewachsen ist, machte es Sinn, die High-end Drucker
anzuschaffen, damit wir mehr produzieren können.
Gerade an Weihnachten produzieren wir 1000-2000 Paare täglich.“
Die Muster druckt er auf Folien.
Diese werden dann auf 200 Grad erhitzt, bevor Brennan sie auf weiße Socken-Rohlinge druckt.
Die Socken-Rohlinge kauft Brennan für weniger als drei Euro ein.
Seine fertigen bunten Socken bietet er weltweit online für umgerechnet 13 Euro an.
Aber eins ist auch im Haus eines millionenschweren Teenagers so wie überall: Mama schmiert die
Stullen und sorgt dafür, dass alle sich am Tisch versammeln.
Brennans Bruder Brady [Brajdi] ist nicht ganz so ehrgeizig.
Ist der 15-jährige eifersüchtig auf den Erfolg seines großen Bruders?
„Ich interessiere mich nicht so wirklich für die Sachen, die mein Bruder geschäftlich
macht.
Trotzdem ist es ganz praktisch, weil ich wirklich viel von ihm lernen kann.
Aber ich bin nicht neidisch, ich mach mein eigenes Ding.“
Sogar beim Essen geht Brennan seine Bestellungen durch.
Sein Vater ist selbst erfolgreicher Geschäftsmann.
Hat der Sohn sich durch die eigene Firma verändert?
Auf uns wirkt er ziemlich erwachsen.
„Er macht auch ganz normale Dinge.
Er spielt Basketball und Fußball, er macht seine Hausaufgaben und hilft im Haushalt mit.
Er ist eigentlich ein ganz normales Kind.
Manchmal liegt er bei geschäftlichen Telefonaten auf dem Boden.
Er kann schon auch ganz schön kindisch sein.“
Jetzt kümmert sich Brennan ums Marketing für sein weltweites Geschäft – dafür
geht’s hinters Haus.
Äh ... vermarktet man so ein weltweites Socken-Imperium?
Ganz genau: Fotos machen und auf Instagram hochladen – mehr ist es eigentlich nicht.
„Am Ende finden die Leute meine Postings cool und kaufen die Produkte.
Außerdem teilen sie die Fotos.“
Als nächstes gibt's - ganz oldschool – ein Face-to-Face Meeting.
„Wie geht’s?“
„Was läuft, Mann?“
„Schön, dass du da bist.
Komm mit.“
Brennans Kunde ist selbst grade mal 25.
Trotzdem geht es hier um ganz schön viel Kohle.
Denn er hat einen Online-Shop für Klamotten und will Brennans Socken ins Sortiment aufnehmen.
Brennan verhandelt all seine Deals selbst.
Aber ist es nicht komisch, mit einem Minderjährigen um so viel Geld zu verhandeln?
„Für mich ist es nicht komisch, dass er jünger ist.
Ich hab viele Freunde, die erfolgreich sind und es macht total Spaß, mit denen zu verhandeln.
Und das Alter ist mir vollkommen egal.
Hauptsache, die Chemie stimmt.“
Der Deal ist eingetütet: Der Kunde hat 400 Paar Socken für rund 5000 Euro bestellt.
Eins steht heute aber noch aus: Hausaufgaben.
Brennan steht kurz vor dem Schulabschluss.
Seinen Schulkram erledigt er in seinem Büro.
Auch das wirkt ziemlich erwachsen.
Trotzdem: Wie bekommt er das alles unter einen Hut?
„Man muss einfach Prioritäten setzen.
Ich hab immer viel zu tun.
Deshalb mach ich meine Hausaufgaben oft sehr spät nachts.“
Trotzdem hat er nur Einsen.
Irgendwie wundert uns das nicht.
Und wo verbringt Brennan seine Freizeit am liebsten?
Klar, auf dem Basketballplatz!
Was sagen seine Freunde eigentlich zu seinem Erfolg?
Lässt er hier den Geschäftsmann raushängen?
„Er ist immer noch derselbe und manchmal ziemlich albern.
Ich hab keine Veränderung gesehen.
Wir hängen immer noch rum und haben Spaß.“
Da sind wir ja beruhigt.
Ein ganz normaler Teenager ist unser Sockenmillionär zwar nicht: Viele Termine, viel Arbeit und
ganz nebenbei noch Schule.
Aber Freunde treffen und rumalbern ist trotzdem noch drin.
Und mal ehrlich: würden wir unser Hobby nicht alle gern zum Beruf machen?