Inzwischen gibt es neue Chips, die genau das möglich machen sollen - angeblich mit weniger
Fett und weniger Kohlenhydraten.
Aber schmecken die genauso gut wie Kartoffel-Chips?
Sind sie wirklich besser?
Dieses Gefühl kennt doch irgendwie jeder, oder?!
Wenn man einmal in die Schüssel reingreift, greift man immer wieder rein.
Macht man immer wieder Ein sehr großer Suchtfaktor
Man isst die ganze Packung!
Fettig, aber sie sind lecker, und man isst sie trotzdem
Erstmal gut und dann wenn man es übertreibt, bereut man es vielleicht ein bisschen.
Aber muss man bei Chips immer ein schlechtes Gewissen haben?
Neue Sorten aus Quinoa, Kichererbsen, Linsen oder Protein sollen weniger Fett und weniger
Kohlenhydrate enthalten.
Aber sind diese Lifestylechips wirklich besser als die klassischen Kartoffelchips?
Und können sie geschmacklich überhaupt mithalten?
Lifestyle-Chips versus Kartoffelchips.
Unsere Tester sollen sich nur auf Geschmack sowie Geruch konzentrieren und sich nicht
vom Aussehen beeinflussen lassen.
Deshalb probieren sie mit verbundenen Augen.
Die Wettstreiter: Quinoa-,
Kichererbsen-, Linsen- und
Proteinchips.
Wie ist der erste Eindruck?
Ich finde es riecht gesünder.
Gesünder?
– Hier riecht es gesünder.
Es riecht nach hochwertigen Kartoffelchips.
Hier riecht es eher nach Kartoffelchips.
Also ich finde nicht, dass es nach Chips riecht.
Nach den Standardchips.
Ich rieche hier keine normalen Chips.
Lifestylechips riechen also schon mal irgendwie anders.
Auf den ersten Blick vermitteln die Verpackungen einen gesunden Inhalt.
Die Hersteller werben vor allem mit neuen Hauptzutaten.
Wir fragen Ernährungsexpertin Monika Bischoff, was sie von den neuen Chipssorten hält.
Unser erster Kandidat: Linsen-Chips.
Wenn ich hier die Packung so lese Linsenchips woah da denke ich vielleicht voll gut, viele
Ballaststoffe, da kriege ich was Gesundes, Hülsenfrüchte sind ja gesund, wenn ich dann
aber nochmal nachlese, dass eigentlich nur 44 % Linsenmehl enthalten sind.
Also das ist bei diesem Chips, das ist die eine Hälfte Linsenmehl und die andere Hälfte
ist Kartoffelmehl.
Aber schmeckt man die Linsen trotzdem raus?
Es schmeckt irgendwie nach Fisch oder nach Krabben.
Es ist nicht zu hart und nicht zu fluffig.
Es ist nicht kompletter Matsch im Mund.
Und schmeckt wirklich fischig.
Es erinnert mich mega an Sushi.
Ja, Algen trifft es schon ganz gut glaube ich.
Ein Eigengeschmack, der deutlich herauskommt und durch die Zugabe von Salz etwas überdeckt
wird.
Weiter geht's mit Quinoa-Chips.
Hier haben wir einen Unterschied zu den anderen Lifestylechips.
Weil die hier frittiert sind.
Das heißt, ich habe hier einen sehr hohen Fettgehalt, der unterscheidet sich schon mal
kaum zu den Kartoffelchips.
Können sie deswegen auch geschmacklich mit den klassischen frittierten Kartoffelchips
konkurrieren?
Nääääh, also ist schon gut, aber die Konsistenz ist voll seltsam, ein bisschen so labbriger.
Schmeckt so ein bisschen nach Kartoffel, so ein bisschen nach Pappe.
Ja naja So von der Würze wie ganz normale Chips.
Das Grundgemüse hat jetzt keinen besonderen Eigengeschmack, sondern das sind nur die Gewürze,
die man schmeckt.
Ich finde, es schmeckt ein bisschen fad.
Als nächstes die Kichererbsen-Chips.
Auch sie sind frittiert.
Wir haben hier fast genauso viele Kalorien wie bei den normalen Kartoffelchips.
Fett ist unwesentlich weniger.
Können die Kicherbsen mit normalen Chips mithalten?
Es schmeckt auch wieder ein bisschen fad.
Aber ich mag sie auf jeden Fall besser als diese Luftigen.
Es schmeckt ultra gesund.
Ich finde den Geschmack eigentlich ganz gut.
Es ist schon so crunchy, aber nicht so die richtige Konsistenz von Chips.
Die sind sehr leicht aber sehr fest.
Normale Chips sind wesentlich leichter zu beißen.
Die Zutaten, aber auch die Art der Herstellung wirken sich anscheinend auf den Geschmack
und die Konsistenz aus.
Wir möchten wissen, wie die Chips hergestellt werden, aber keine der Firmen will uns die
Produktionsgeheimnisse verraten.
Nur eine andere deutsche Firma, die in Kroatien produziert, lässt uns hinter die Kulissen
schauen.
Produktionsleiter Robert Duran beliefert Drogerien und Supermärkte in ganz Deutschland und weltweit.
Hier verwendet man ein fertiges Granulat, um Chips zu machen.
Die Technologie heisst Popping.
Dasselbe Verfahren wie beim Popcorn.
Die Körner kommen in die Maschine und werden dann zwischen zwei heißen Zylindern aufgepufft.
Heraus kommen ganz dünne Scheiben.
Ohne einen Tropfen Öl.
Diese Chips sind also weder gebacken noch frittiert.
Welche Chipssorten kann die Firma damit herstellen?
Wir experimentieren mit Linsen, Kartoffeln, unterschiedlichen Getreide wie Reis, Quinoa
– was noch?
Kichererbsen – eigentlich alles!
Der Kreativität sind dabei scheinbar keine Grenzen gesetzt.
Ich frage immer meine Angestellten, ob sie irgendeine neue Idee haben, sie dürfen dafür
sogar die Maschine kaputt machen, nur um etwas Neues zu kreieren!
Das sind zum Beispiel Kichererbsen-Chips.
Wie man sieht, kann man aus fast allem Chips machen.
Aber egal, ob Linsen-, Quinoa - oder Kichererbsenchips: Robert braucht für die Herstellung immer
einen „kleinen Helfer“ unter den Zutaten.
Ich brauche zum Beispiel Reis- oder Kartoffelstärke, um das Ganze zu binden, sonst werden keine
Chips daraus.
Das heißt, das Granulat ist immer ein Gemisch aus Kichererbsen und Kartoffeln oder Linsen
und Kartoffeln.
Robert schreibt das auch auf die Verpackung.
Bei vielen anderen Herstellern taucht diese Angabe meist nur kleingedruckt auf der Rückseite
auf.
Vermutlich, um sich von klassischen Kartoffelchips abzuheben.
Dabei gibt es gar keinen Grund, die Kartoffel an sich zu verschmähen, weil es auf andere
Details ankommt: Wie sind die Chips hergestellt – gebacken
oder frittiert?
– und was hab ich da sonst noch für Zutaten drin?
Man muss gucken, ist der Salzgehalt hoch, weniger Kohlenhydrate dafür mehr Proteine.
Aber es steht immer drauf.
Jeder Hersteller würzt auch anders.
Unseren nächsten Kandidaten gibt es im Handel fast immer nur stark gewürzt:
Chips aus Sojaprotein.
Das sind jetzt schon eher normale.
Ein bisschen nach Maggi.
Ja stimmt.
Die riechen künstlich.
Gemüsebrühe.
Riechen künstlich, aber irgendwie gut.
Die Proteinchips riechen schon mal intensiver als die anderen Lifestylechips.
Außerdem sind sie deutlich teurer.
Eine kleine 30 Gramm-Tüte kostet fast 2 Euro.
Und wie schmecken sie?
Die schmecken.. nach Speck.
Die schmecken ansatzweise nach echten Chips.
Aber die Konsistenz sind nicht normale Chips.
Aber die Würzung ist geil.
– Ja!
Also ich finde die wirklich mit Abstand am besten.
Von der Konsistenz her sind die am besten.
Sie sind nicht so klein und dürr und hart wie die zweiten und sind auch nicht so fluffig
matschig wie die anderen beiden.
Sie sind aber nicht ganz so fest.
Sie sind ein bisschen angenehmer zu beißen.
Es kommt halt wirklich von der Intensität her an die gewöhnlichen Kartoffelchips ran.
Klingt nach einem Jackpot.
Können wir endlich hemmungslos Chips futtern?
Verbraucher dürfen sich halt nicht in die Irre leiten lassen, nur weil hier mehr Protein
und weniger Fett drauf steht.
Bei der Packung fällt auf jeden Fall auf, dass sie 65 % weniger Fett enthalten, die
Frage ist nur von was.
Und dann haben sie es da hinten drauf ganz klein gedruckt mit dem Sternchen.
Das heißt die vergleichen diese Proteinchips mit herkömmlichen frittierten Kartoffelchips
und das ist nicht fair.
Denn auch normale Kartoffel-Chips haben weniger Fett, wenn sie nicht frittiert, sondern gebacken
werden.
Haben denn die Lifestyle- Chips dasselbe Suchtpotential wie die klassischen Kartoffelchips?
Nein.
Es geht so ich bin bei denen hier schon.
Also dadurch das da viel Gewürz dran ist, bleib ich da auch hängen
Ich könnte schon ne weile davon essen.
Aber es ist nicht so wie bei ner Tüte Chips dass man die komplette Packung auf einmal
ist… Die stopfen irgendwie viel mehr
also das Fade ist da trotzdem überall noch mit drin und bei Kartoffelchips verbindet
sich das irgendwie besser mit der würze Wie bei normalen Kartoffelchips sind Fett
und Gewürze die Geschmacksträger.
Lifestylechips sind längst kein Freibrief für hemmungsloses Futtern, aber geschmacklich
eine Alternative.
Generell sollte man die Verpackungen genau anschauen, nur so kann man Kalorien sparen
– egal, ob bei Kartoffel oder Lifestyle-Chips.
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