Oder doch lieber sicher sein, dass eine Figur drin ist?
Er hier - Martin - kann das.
Mit welchen Tricks er das macht, verraten wir jetzt in unseren 5 Geheimnissen rund um
das berühmte Schoko- Ei.
„Der Phil, Wahnsinn, einmal gewogen – der Phil!“
Wie man in den Schoko-Eiern Figuren findet - das ist nur eines von 5 Geheimnissen, die
wir jetzt verraten.
Aber von Anfang an.
Das hier ist Martin.
Er ist sogenannter „Schüttler“.
Galileo-Reporter Matthias Fiedler ist mit ihm verabredet.
Denn der Profi wird ihm heute zeigen, wie das geht.
„Wie viele Eier hast du schon geschüttelt?“
„An nem Tag schaff ich bis zu 10.000.“
Martin macht das nicht nur zum Spaß: Der Elektriker hat das „Schütteln“ zu seinem
Nebenberuf gemacht.
Für sein Eier-Business hat er sogar ein Gewerbe angemeldet.
Denn er sucht die Figürchen nicht für sich selbst – er verkauft sie.
Im Keller seines Hauses hat er sogar ein Lager mit tausenden von Figuren.
Matthias hat einen Auftrag.
Aktuell sind die Minions im Ei.
Das sind die hier.
Matthias möchte eine ganz bestimmte Figur davon haben.
„Ich wünsche mir von dir eine Edith.“
Dieses kleine Mädchen also.
Wie Martin so eine Figur findet, das ist unser erstes Geheimnis: Wir verraten seine Tricks.
„Wie startet denn die Figürchen-Jagd, wenn du vor so einer Palette stehst.
Wie geht’s los?“
„Als erstes, als Sicherheit, gehe ich auf die Chargennummer drauf, damit ich weiß,
ok, hier sind überhaupt Minions drin.“
„Das ist diese silberne Zahl, die man kaum lesen kann.“
"Ja richtig."
Die Zahl unter dem Barcode ist Martins erster Trick.
Bei so einem speziellen Aufsteller - wie hier mit Minions - merkt sich Martin diese Nummer.
Denn daran erkennt er die Produktionstage.
Das heißt: unter diesem Code, ist diese Figuren-Serie im Ei verpackt worden.
Sind die Eier im Laden wieder vermischt - erkennt sie Martin am Code wieder.
Wer sich die Nummern vorher nicht merken möchte: Es gibt Internetforen, in denen man sich informieren
kann.
„Und wenn jetzt hier eine 163 steht, sollten wir im Minionland sein.“
„Ja richtig genau“ „Gut“
„Das heißt also, irgendwo hier ist ein Minion oder in jedem 7.
Ei ist eins?
1,2,3,4,5,6…“ „Ja so zählen hilft nichts.
Das musst du rauswiegen und rausschütteln.“
"Ok."
Bevor wir zu diesen Tricks kommen – unser zweites Geheimnis:
Stimmt es eigentlich, dass in jedem siebten Ei eine Figur ist?
Naja - SO können wir’s nicht machen.
Einzige Chance das zu überprüfen: Wir kaufen hunderte Eier und treffen uns mit einem Professor
für Statistik.
Dr.
Helmut Küchenhoff lehrt an der Uni München.
Er wird mit uns herausfinden, ob dieser Slogan tatsächlich stimmen kann.
Wie viele brauchen wir, um das sinnvoll zu überprüfen?
„Wenn wir das merken wollen, dann brauchen wir einen Stichprobenumfang von 350.“
Der Professor berechnet für uns, wie viele Figuren wir in unserer Stichprobe finden müssen,
damit wir dem Werbeslogan nach unserem Test nichts entgegensetzen können.
Das Ergebnis: Mindestens 39!
Na dann: ran ans Auspacken und Figuren zählen, Herr Professor.
"Wir sind jetzt grad bei 38 oder?"
"Ja 38 haben wir.
Jetzt brauchen wir noch eine, dann steht das Ergebnis jetzt unseres Tests fest."
"Ich hab eine."
"Aaaaah, sehr schön."
Vom Statistik-Professor höchstpersönlich überprüft – an dem Slogan scheint tatsächlich
nichts faul zu sein.
Zurück zu Martin im Supermarkt.
Denn er weiß, wie man dieses siebte Ei findet.
Für seinen nächsten Trick braucht er ein besonderes Utensil.
„Ist das extra für Überraschungseier oder wie nennt man sowas?“
„Nein das ist eine Löffelwage für den Haushalt.“
„Löffelwaage, klassische, aufs Gramm genau wahrscheinlich.“
„Zehntel!!!!“
„Welcher ist denn der schwerste Minion gerade?“
„Der schwerste Minion liegt bei 35,5.“
Inklusive ca.
20 Gramm Schokogewicht.
Welche Figur wie viel wiegt, weiß Martin aus Erfahrung.
Der Profi verrät uns: Erst ab 30 Gramm könnte eine Figur im Ei sein.
Für die, die auf eine ganz bestimmte aus sind – das exakte Gewicht von Figuren wird
immer mal wieder in Internetforen diskutiert.
Und?
Funktioniert der Gewichtstrick?
In diesem Ei vermutet Martin Minion Phil.
"Das könnt er sein" „Das gucken wir jetzt einfach mal…also
das könnte der Phil sein…also bevor ich jetzt gucke, ob es der Phil ist, stärke ich
mich erstmal "Ist das der Phil?
„Ja.“
„Der Phil, Wahnsinn, einmal gewogen der Phil.“
Martin trifft sofort.
Normalerweise geht er noch mit Schütteln auf Nummer sicher.
Wie das geht – später.
Vorher nehmen wir das Schoko-Ei ganz genau unter die Lupe – damit uns auch...
... Geheimnis Nummer drei nicht entgeht: Wieso sieht das Schoko-Ei eigentlich so aus,
wie es aussieht?
Erst die dunkle Schokolade.
Darunter eine helle Schicht und innendrin: Das gelbe Plastik- Ei.
Schon mal drüber nachgedacht?
Eigentlich liegt es so klar auf der Hand: dass das Schoko-Ei wie ein richtiges Ei aufgebaut
ist.
Im gelben Plastikdotter verbergen sich seit über 40 Jahren kleine Spielzeuge.
Das ist unser 4.
Geheimnis: Welches ist eigentlich die wertvollste Figur, die es gibt?
Wir haben uns auf die Suche gemacht.
Die hier sind schonmal recht teuer.
Aber da geht noch mehr.
Wir sind auf einen Sammler gestoßen.
Vor knapp 10 Jahren hat Denis Walecki die wertvollste Figur auf einer Börse gekauft.
Aber: welche ist es?
„Das ist der teuerste Schlumpf der Welt und geboten wurden mir dafür 14.000 Euro.“
Aber wieso ist gerade diese Figur so teuer?
„Also dieses blaue Grundmaterial ist ne Art Prototyp der zuerst und dann wurde in
der Produktionskette direkt am Anfang gesagt – ne so machen wir es nicht.
Wir nehmen jetzt weißes Grundmaterial, deswegen sind von denen sehr wenige bekannt und genau
der ist nur einmal bekannt.“
Deswegen ist die linke nur 5 Euro wert – die rechte liegt dagegen im 5-stelligen Bereich.
Generell gilt: Je einzigartiger die Figur, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass
sie wertvoll ist.
Solche seltenen Exeplare tauchen immer wieder auf, weil viele handbemalt sind.
Dadurch entstehen Fehler – wie hier zum Beispiel.
An Waleckis Unikat kommt übrigens niemand ran – er hat sie in einem Schließfach verstaut.
Dafür versuchen wir uns jetzt, eine andere zu erschütteln.
„Was jetzt hier krass ist, ich höre gar nichts.
Da hab ich früher immer gedacht, wenn man gar nichts hört ist es sicher eine große
umwickelte Figur.“
„Da ist das Ei fest, das ist das Problem.“
Die Plastikkapsel klebt innen an der Schokolade.
Laut Martin muss die erstmal losgeschlagen werden.
Wir können uns also merken: Kein Geräusch heißt nicht unbedingt, dass eine Figur im
Ei ist.
Aber worauf achtet Martin?
„Es gibt bestimmte Geräusche, die deuten definitiv auf ein Spielzeug hin“
„Z.
B“?
„Bei Autos kann man die Räder zB hören, bei den meisten Minions höre ich gar nichts,
weil die haben ein dumpfes Geräusch und sind fest im Ei.“
Oft gilt also: Spielzeug klappert und die kompakten Figuren geben kaum Geräusche von
sich.
Zusammen mit dem Code und dem Gewicht, kommt Martin der gewünschten Figur so schrittweise
näher.
Für uns sucht er eine "Edith".
Martin darf sich zwei potentielle Edith-Eier aussuchen.
„Das könnte sie sein, das nehm ich auch noch mit.
Die zwei.“
Ob in diesen Eiern wirklich das kleine Mädchen drin steckt, das überprüfen wir gleich.
Klären wir voher noch die Frage: Wem haben wir eigentlich das Ü-Ei zu verdanken?
Hinter dieser Erfindung steckt gewissermaßen eine Frau names Signora Valeria.
Sie soll sogar für ALLE Produkte der italienischen Firma Ferrero mit verantwortlich sein.
Das ist unser fünftes Geheimnis: Wer ist diese Frau?
Die Frau von Michele Ferrero war sie nicht.
Überhaupt - sie ist gar keine reale Person.
Sie ist eine Phantasiefigur – die sich die Firma ausgedacht hat.
Und für SIE hat Ferrero alle Produkte entworfen.
Denn Signora Valeria steht für DIE italienische Klischee-Hausfrau und Vorzeige-Mama.
Anscheinend gefällt ihr Ostereiersuchen so gut, dass sie das am liebsten das ganze über
Jahr macht.
Dieser Frau haben wir die Schoko-Eier also zu verdanken…
Und damit auch diesen Anblick.
Das ist keine Sammlung, sondern das Lager von Martin!
Von hier aus versendet er seine gesammelten Figuren und macht damit andere Sammler glücklich.
„Warum machst du das eigentlich?“
„Hauptsächlich wegen dem Verdienst.“
„Also es lohnt sich schon?“
„Es lohnt sich.“
„Wie bist du darauf gekommen und wann war das?“
„Ich hab früher selber gesammelt, da hab ich dann nur Pumuckl gehabt, da hatte ich
über 5000 Stück.
Diese Sammlung hat er 2006 gegen verschiedene Figurenserien eingetauscht und damit den Grundstein
für seinen heutigen Onlineshop gelegt.
Seitdem schüttelt er sich durch die Supermärke.
Und jetzt gibt’s eigentlich nur noch ein Geheimnis zu lüften.
Wie gut ist Martin dabei in den letzten Jahren geworden?
„Jetzt ist der große Moment.“
Ist in den Eiern vom Anfang tatsächlich eine Edith?
„Da ist wirklich eine Edith, aber jetzt möchte ich natürlich gerne wissen, ob du
sogar beide getroffen hast…YES unglaublich aber wahr.
Der Martin hat uns bewiesen, er kann Ediths erschütteln und erwiegen.
Ob er jetzt wirklich alle Minions finden kann, ich glaube da gehört auch Glück dazu.
Aber so soll es ja auch sein, es sind ja schließlich Überraschungseier.“
Aber vielleicht können ja demnächst auch Sie mit Eiernummer, Wiegen und Schütteln
IHRE Lieblingsfigur finden…
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