aus. Langweilig. Viel zu langweilig für Galileo! Also haben wir uns auf die Suche begeben,
um die skurrilsten Hotels zu finden...kommen Sie mit auf eine Urlaubsreise der besonderen
Art!" Ein Hotel müssen wir hier erstmal finden.
Ob diese Konstruktion hält, was sie verspricht? Über 3.000 Kilometer entfernt entdecken wir
einen Zug – aber wo sind die Gleise und warum diese plüschige Kulisse?
Zwei Hotels, eine skurrile Reise in herbstlichen Wäldern.
Wir sind in Kanada, 80 Kilometer von Vancouver entfernt. Hier im Wald wollen wir eine Nacht
verbringen. Aber nicht im Zelt… "Mja, das sieht gut aus!"
Was ist das? Tom erklärt uns das hoffentlich. Er hat das ungewöhnliche Hotel aufgebaut...
"Also wir sind wirklich mitten im Wald und dann plötzlich hängt da oben ein Hotelzimmer..."
Na?! Sehen Sie es? Wow! Ein schwebendes Hotelzimmer mit dem Namen
"Sphäre"... Wirklich beeindruckend! Und irgendwie auch
skurril. Aber warum hier? Warum rund? Tom hat jede Kugel selbst gebaut. Und nicht
nur das: "Ich habe die Sphäre auch da oben hingebracht,
mit einfacher Mechanik, indem ich Seile und Winden benutzt habe. Viel Takelage, die Technik
von Segelbooten. Es ist kein großes Kunststück! Es wiegt weniger als eine Tonne, ungefähr
900 Kilo..."
"Nur" 900 Kilogramm? Und die hat Tom allein in den Wald gewuchtet?
Bevor wir einen Blick in das Innere werfen, müssen wir also dringend klären, was für
eine Konstruktion dahintersteckt. Auf in Toms Sphären-Werkstatt!
Jedes Baumhaus hat er nicht nur gebaut, sondern auch selbst designt - Tom ist ein echter Tüftler.
Drei Jahre braucht er, um eine Sphäre fertigzustellen. Zentimeter für Zentimeter baut er die Kugeln
selbst. Aber wozu die ganze Arbeit?
"Die Sphären sind für mich ein Werkzeug, ein Weg, die Magie und Schönheit eines alten
Waldes zu nutzen: So kann man mit dem Wald Geld verdienen. Und mit dem Geld kann man
Wald kaufen und ihn beschützen." Toms Baumhäuser haben also die Mission, die
Wälder der Erde zu retten! Große Ansprüche an ein Hotel...
Doch wir sehen, wie viel Energie und Expertenwissen Tom in jede einzelne Sphäre steckt.
"Mir gefällt es hier. Ich würde gern hier übernachten. . Hast du ein Zimmer für mich?"
"wir sind für mindestens zwei Monate ausgebucht!" Kein Wunder, dass Tom gut von seinem Hotel
leben kann. Die luftigen Hotelzimmer zeigt er uns natürlich trotzdem. Bis zu 215 Euro
kostet eine Nacht in rund fünf Metern Höhe.
"Das ist riesig..." Die Sphäre "Melody" hat immerhin einen Durchmesser
von über drei Metern! Die gesamte Einrichtung aus schwarzem Wallnussholz hat Tom - natürlich
- selbst getischlert. Es gibt kaum Platz für Redakteur, Kameramann
und Tom. Trotzdem findet der Gast hier alles, was er braucht: Tisch, Schrank, und ... ein
Bett! Jeder Quadratzentimeter wird genutzt. Aber wäre eckig nicht praktischer?
"Es ist wie eine Nussschale. Wenn die einen Schlag kriegt, verteilt sie das auf die gesamte
Oberfläche. Sie braucht innen keinen aufwendigen Rahmen, um stark zu sein.
Es geht um Einheit! Es gibt keine Trennung zwischen den Wänden oder Boden und Decke!
Es gibt nur eine Hülle. Alles ist gleich weit vom Zentrum entfernt."
Toms Idee führt noch weiter. Die Einheit soll nicht nur im Zimmer sein:
"Man fühlt sich als wäre man ein Teil des Waldes, man ist hier drin versteckt, hat aber
trotzdem dieses riesengroße Fenster. Es ist echt ein schönes Gefühl..."
Der Besucher wird eins mit der Natur. Toms handgefertigte Sphäre vermittelt eine einzigartige
Atmosphäre. Mit seinen runden Hotelzimmern will er die
Wälder retten, ... ...um die Ruhe der Natur zu erhalten! Doch
für uns ist damit Schluss! Acht Uhr morgens, mitten in Alaska. Im Zug-Hotel
gibt es Frühstück - natürlich im Speisewagen! Wie so oft war die letzte Nacht ausgebucht.
So einen ungewöhnlichen Start in den Tag haben wir noch nicht erlebt...Frühstück
mit Frühsport für ausgewählte Gäste. Aber wieso steht dieser Zug in der Wildnis?
Und halt: Wo sind denn bitte die Gleise? Erstmal zurück zum Anfang:
Wir sind auf dem Weg nach Fairbanks, Alaska. Der "Aurora Express" (engl aussprechen) verspricht
eine nostalgische Zeitreise – ohne, dass sich der Zug auch nur einen Milimeter bewegt.
"Da war schon das erste Schild, jetzt kann es ganz zügig gehen...Haha..."
Wir treffen Susan. Ihr gehört das außergewöhnliche Hotel. Man merkt, wie sehr sie es liebt...und
wie viel sie bereits in ihren Traum gesteckt hat:
"Für diese beiden Waggons haben wir jeweils einen Dollar bezahlt. Der teuerste Dollar,
den wir je ausgegeben haben. Es hat 20.000 gekostet, sie her zu bringen!"
Die Züge wurden also extra hierher gebracht! Vier ausrangierte Waggons hat Susan in sieben
Hotelzimmer verwandelt. Und hier ist wirklich noch nie ein Zug gefahren!
Aber hat Susan nur wegen des Ausblicks unzählige Tonnen Stahl bewegt? Nein! Dahinter steckt
eine sehr persönliche Geschichte… "Das ist meine Großmutter Nellie. Acht Jahre
nach ihrem Tod kam sie in einem Traum zu mir und zeigte mir diesen Zug. Ich sollte den
Dienstwagen finden und der Rest käme dann zu mir ...Also hab ich 3.000 Dollar für den
Dienstwagen bezahlt. Wir gehen da rein und alles war verbrannt, ein Obdachloser lebte
dort und überall war Müll! Mein Mann meinte: Sag mir, dass du das hier nicht gekauft hast!
Ich sage: Denk an die Möglichkeiten! Und denke: wie komme ich da nur wieder raus?"
Eine Vision ist eine Sache. Sie in der Wildnis Alaskas auch umzusetzen, eine andere. Doch
Susan hat sich sofort daran gemacht, aus ihrem Traum Wirklichkeit werden zu lassen:
"Das ist Klick Bishop, er ist jetzt Senator von Alaska. So holte er den Dienstwagen: Wir
hatten zwei Schaufelwägen und klemmten den Zug zwischen die beiden Schaufeln. Wenn wir
auf der Straße auf Stromleitungen stießen, konnten wir den Zug ein paar Zentimeter runter
lassen und unter den Kabeln durchschieben..." Um ihren Traum vom Zug-Hotel zu erfüllen,
war Susan kein Weg zu weit: Sechs Jahre lang hat sie aus ganz Alaska ausrangierte Züge
auf ihren Berg geholt. Und die dann auch selbst eingerichtet...Das
müssen wir sehen! Der ganze Waggon ist jetzt ein riesiges Hotelzimmer.
"Hier schliefen ursprünglich 28 Leute. Diese Seite sieht eigentlich genauso aus, wir haben
hier aber die Sitze weggelassen. Das konnte man zum Bett zusammenschieben und das herunter
klappen. Und hier die Vorhänge schließen. Das war die Holzklasse. "
Das sieht man auch... Noch ist es nicht besonders plüschig! Das kommt bestimmt gleich, denn
hier ist wie - in einem Zug ... (enttäuscht) Doch wir entdecken auch Betten mit Platz für
vier Personen. Die haben noch nicht eingecheckt. Sie haben natürlich Strom und fließend Wasser,
eingebaut in echten Originalen. "Das ist der Schuhschrank. Da konnte man damals
seine Schuhe reintun und der Portier nahm sie in der Nacht durch die Tür im Flur heraus...Aber
warte da lieber nicht drauf: Ich putze keine Schuhe!"
Aber sie designt Räume! Susan hat jedes ihrer Hotelzimmer mit einem eigenen Motto ausgestattet:
Das Zimmer "Bordello"! Sagen wir mal...außergewöhnlich! So etwas
haben wir nun wirklich nicht mitten in Alaska erwartet...
Zu wild für Sie? Kein Problem! "Die unbeflecke Empfängnis" - eine Alternative
für frommere Gäste. Bis zu 170 Euro zahlen Gäste für eine Nacht
im Himmel... ...beziehungsweise im Zughotel in Alaska!
Das unbestrittene Highlight: "Und jetzt: Die goldene Nelli!"
O-Ton Redakteur "Wow."
Der Dienstwagen, mit dem alles anfing: Susan hat ihn vom Müllplatz in ein Luxus-Zimmer
verwandelt. Und natürlich nach ihrer Großmutter benannt - schließlich hat die Susan im Traum
zum Zug-Hotel geraten... "Dieses Zimmer sollte für meine Großmutter
extra schön sein! Sie hat immer Burgunder und rot geliebt...und goldene Farben. Also
habe ich es in diesen Farben eingerichtet!" Und was ist das hier?
Eine Aussichtsplattform im eigenen Hotelzimmer, das sogenannte "Engels-Nest"!
Das gibt es wohl nur, wenn man im "Zug nach Nirgendwo" schläft!
Kein Wunder, dass unser Redakteur sich für dieses Zimmer entscheidet – denn Susans
Traum vom Zughotel verspricht süße Träume! Zwei Hotels zum Staunen mit zwei Besitzern,
die mehr als nur eine Übernachtungsmöglichkeit anbieten.
Dazu Natur pur, hier hautnah zu erleben! Das ist wirklich einmalig!
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