So richtig wahr nehmen wir die Gurke nicht – und das, obwohl wir kaum auf sie verzichten
wollen.
Dabei kann die Gurke viel mehr!
Wir zeigen Ihnen heute, welche Superkräfte sie hat – und warum sie ein echter Superheld
ist!
Bühne frei für unseren heutigen Superhelden: Die Gurke!
Sie hat unglaubliche Fähigkeiten.
So kann sie kann was für unsere Schuhe tun.
Und ist eine echte Alternative zum Saunagang.
Wie ist das möglich?
Mann 1: Kann ich mir jetzt nicht vorstellen, aber okay vielleicht.
Frau 1: Das kann ja irgendwie nur vielleicht übers Blutgefäßsystem gehen.
Mann 2: Indem sie dem Körper Flüssigkeiten und Mineralien zurückgibt, die er braucht.
Hier kommen fünf Gründe, warum die Gurke ein wahrer Superheld ist und von uns viel
mehr Beachtung verdient.
Erstens: Die Gurke hat das Zeug zum Ernährungscoach!
Wissen die wenigsten, aber die Gurke besteht zu 97% aus Wasser.
Das macht sie zu einem super gesunden Snack: Durch den hohen Wasseranteil hat sie kaum
Kalorien.
Gerade mal 12 Kilokalorien auf 100 Gramm Gurke.
Und sie kann noch mehr Kalorien einsparen: Regelmäßiger Gurken-Verzehr zügelt die
Lust auf Süßes!
Und was kann unser Gurken-Held noch?
Frau 2: Sie hat sehr viele Vitamine in der Schale, aber sonst keine Ahnung.
Mann 2: Fürs Sehvermögen, fürs Stehvermögen, ich weiß es nicht.
Die Gurke strotzt vor guten Eigenschaften.
Denn trotz hohem Wasseranteil ist sie reich an Nährstoffen.
Sie enthält die Vitamine A, B und C sowie Mineralstoffe wie Calcium, Magnesium und Zink.
Wer jetzt denkt, das war’s, liegt falsch: Enzyme in der Gurke – genauer gesagt: Peptidasen
– sorgen dafür, dass zum Beispiel Fleisch leichter verdaut werden kann und schlechte
Bakterien im Darm abgetötet werden.
Die Gurke ist also der perfekte Ernährungscoach!
Außerdem pushen ihre Vitamine, Mineralstoffe und Nährstoffe unser Herz-Kreislaufsystem
und halten unser Gehirn fit.
Aber was ist die Gurke eigentlich?
Ist sie wirklich Gemüse – oder doch Obst?
Frau 2: Ein Gemüse, aber wahrscheinlich ein Obst, hahaha
Mann 1: Gemüse, grün Frau 4 : Gemüse?
Die meisten halten also die Gurke für ein typisches Gemüse.
Tatsächlich zählt sie aber zu den Kürbisgewächsen.
Diese ordnet man wiederum beim Fruchtgemüse ein.
Genauso wie Tomaten, Auberginen, Kürbisse, Melonen und viele andere.
Nächste Superkraft der Gurke: Sie bekämpft schlechten Atem.
Kann die Gurke eine echte Konkurrenz für Kaugummis sein?
Angeblich funktioniert das in der Praxis sehr gut.
Denn: Ein Stück Gurke soll gegen Mundgeruch helfen.
Wie das?
Frau 2: Vielleicht durch ihr ganzes Wasser oder so, was da drin ist.
Mann 1: Kann sein, kann ich mir vorstellen ja.
Klingt verrückt, soll aber tatsächlich helfen: Antibakterielle Eigenschaften der Gurke töten
geruchsbildende Bakterien ab – so die Theorie.
Dafür einfach eine Gurkenscheibe mit der Zunge eine Minute lang an den Gaumen drücken.
Aber klappt das wirklich?
Wir probieren es aus und machen den Check!
In der Fußgängerzone verteilen wir Tomatensalat mit ordentlich Zwiebeln.
Um den Geruchspegel zu testen, pusten unsere Probanden in ein Halimeter, also ein Messgerät
zur Bestimmung des Mundgeruchs.
Danach: Gurke in den Mund, an den Gaumen drücken und nochmal pusten.
Ist der Wert jetzt geringer?
Frau 1: Haha…Null, hahaha… yes.
Frau 3: Ja Mann, haha, ich hab‘s selber gemerkt auch geschmacklich, ja….neutralisiert
wieder, super, wusst ich nicht.
Die dritte Superkraft unseres Helden: Die Gurke ist ein echter Verwandlungskünstler.
Sie präsentiert sich in vielen Geschmäckern: Es gibt sie in sauer, süß, scharf und salzig.
Wer kann das schon von sich behaupten?
Die beiden gängigsten Arten sind wohl die Salatgurke und die Minigurke.
Die Minigurke ist geschmacksintensiver und kernärmer.
Im Gegensatz zur ca. 40 cm großen Schwester ist sie nur etwa 15 cm groß.
Für die kleinere Größe muss man allerdings meist tiefer in den Geldbeutel greifen: Bis
zu 3 Euro kostet eine Minigurke im Supermarkt, während die Salatgurke für 79 Cent zu haben
ist.
Doch welche der beiden ist gesünder?
Frau 1: Ich denk mal, dass die Salatgurke gesünder ist
Frau 3: Ich denk, die sind gleich gesund.
Die Auflösung: Die Salatgurke schneidet im Vergleich besser ab als gedacht – die Vitaminwerte
liegen nicht weit auseinander - trotz des enormen Preisunterschiedes.
Nur wer mehr Geschmack haben möchte, sollte auf die teure Minigurke zurückgreifen.
Die meisten Vitamine stecken übrigens in der Schale.
Daher kommt auch der bittere Beigeschmack, denn in ihr lagern die Bitterstoffe.
Wer das gar nicht mag, kann sie schälen.
Aber Vorsicht: Wer schält, verliert die meisten der gesunden Eigenschaften!
Denn die Vitamine sitzen direkt an der Schale bzw. darunter.
Dass man durch falsches Schälen die Bitterstoffe verstärkt, ist übrigens nur ein Mythos und
stimmt nicht.
Der bitterste Teil der Gurke ist der Stiel, den schneidet man meist sowieso komplett ab.
Der beste Tipp für Vitamine: Bio-Gurken kaufen und warm waschen statt schälen!
Wer jetzt denkt, Gurken gehören nur in leichte Sommersalate, hat sich geirrt.
Sie finden sehr wohl auch ihre Verwendung in den kälteren Monaten.
Hier kommt ein Rezept für deftig gefüllte Gurke: Wir nehmen eine Schmorgurke, die sind
nicht so wässrig und geschmacksintensiver.
Schälen, halbieren, entkernen, für die Füllung Tomaten und Zwiebeln klein schneiden, Hackfleisch
und Zwiebeln in der Pfanne anbraten, etwas Basilikum dazu und alles in die Gurkenhälften
füllen.
Bei 180° 15 Minuten im Backofen schmoren.
Fertig ist das gurkige Herbstgericht!
Aber wo kommt unser Superheld eigentlich her?
Mann 3: Ich schätz mal irgendwo aus dem Süden, so Mittelmeer.
Frau 3: Amerika?
Die Herkunft der Gurke ist nicht ganz geklärt.
Wahrscheinlich stammt sie aus Indien und wurde dort schon drei Jahrtausende vor Christi angebaut.
Von dort hat sie sich in die Welt verbreitet.
Erst nach Asien, dann über Griechenland und den Balkan.
Im Mittelalter schafft sie den Sprung nach Europa.
Innig geliebt und oft gegessen wird die Gurke dort vor allem von den alten Römern.
Angeblich ist sie sogar das Lieblingsgemüse von Kaiser Tiberius.
Ihm ist der Gurken-Gaumenschmaus so wichtig, dass er fahrbare Gurkentreibhäuser zur Versorgung
seiner Soldaten einsetzt.
Die vierte Superkraft der Gurke: Sie ist ein echter Putzteufel!
Im Internet gibt es viele Tipps und Tricks.
Wir probieren die skurrilsten aus und checken, was die Gurke sonst noch drauf hat!
Und jetzt kommt‘s: Sie ist ein super Putzwunder!
Und zwar erstens: zum Schuhe putzen.
Eine frisch geschnittene Gurke putzt Schuhe blitzblank.
Danach glänzen sie und das Wasser perlt von ihnen ab.
Eine Gurkenmaske für den Schuh sozusagen!
Zweitens: als Flecken-Bekämpfer – Küchenspülen glänzen nach einer Politur mit einer Gurke
wie neu.
Einfach ein abgeschnittenes Gurkenstück durch die Spüle schrubben und anschließend mit
klarem Wasser abspülen – Fertig!
Die fünfte und letzte Superkraft: Die Gurke kann einen Saunagang ersetzen!
Die ultimative Gurken-Superpower kommt jetzt: Wussten Sie, dass eine Gurke eine echte Alternative
zum Saunagang ist?
Wir lüften das Geheimnis!
Wer Stress hat, aber keine Zeit für einen Saunagang, kann einfach einige Gurkenstücke
in kochendes Wasser legen.
Danach mit dem Kopf über das kochende Gurkenwasser beugen.
Atmet man nun den freigesetzten Wasserdampf ein, wirkt dieser wie bei einem herkömmlichen
Saunagang entspannend und beruhigend auf Körper und Geist.
Die ätherischen Duftstoffe der Gurke simulieren hierbei die Aufgüsse aus der Sauna.
Kleiner Alltagstipp zum Schluss: Eine angeschnittene Salatgurke bleibt länger frisch, wenn man
den abgeschnittenen Stiel mit einem Zahnstocher an die Gurke steckt.
So verhindert man schnelles Austrocknen, da die Feuchtigkeit durch den natürlichen Deckel
langsamer verdunstet.
Unser Held hat heute bewiesen, dass er echte Superkräfte besitzt!
Ein hoch auf die Gurke, die wir beim nächsten Einkauf jetzt viel mehr zu schätzen wissen!
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