
Es gibt sehr viele Debatten darüber, was Kausalität ist.
Es gibt auch viele Debatten darüber was Erkenntnis oder Kognition ist,
aber hier geht es darum zu erklären, wie hängen die beiden eigentlich miteinander zusammen.
Zum Beispiel, welche Art von Kausalität braucht es, damit eine Kenntnis entsteht.
Und das ist gar nicht so einfach.
Problematisch ist daran, dass wir im Alltag sagen, naja es gibt doch eine Ursache und die bringt dann eine Wirkung hervor.
Aber was genau ist denn eine Ursache.Ist es irgendein Gegenstand?
Da kann man sich fragen, aber ein toter Gegenstand kann doch nichts tun. Da muss es eine Kraft geben.
Also ist es die Kraft, die etwas hervorbringt? Und wenn ja, wie genau bringt sie etwas hervor?
Wir sehen ja eigentlich nur die Wirkung, wir sehen nicht das dazwischen.
Und deshalb kann man sich fragen, gibt es überhaupt so etwas wie eine kausale Relation
oder gibt es nichts anderes als die Beobachtung von einem Ding, das da ist
und einem anderen Ding, das darauf folgt.
Und das ist das Grundproblem, zu erklären, was genau ist denn eine Ursache und was ist
genau ist die Relation die Ursache und Wirkung miteinander verbindet.
Die frühe Neuzeit ist so spannend, weil so vieles aufbricht zu der Zeit.
Wir sehen das Zusammenbrechen traditioneller Theorien, vor allem des Aristotelismus
und wir sehen gleichzeitig das Aufkommen neuer naturwissenschaftlicher Theorien, vor allem
in der Physik und dadurch entstand so etwas wie ein Vakuum für neue Theorien
und deshalb bricht so vieles auf.
Man hat materialistische Theorien, idealistische Theorien, solche die versuchen philosophische
Erklärungen eng an physikalische anzuwenden. Das macht die ganze Zeit so spannend.
Sie wenden sich erst einmal gegen die Annahme, es gäbe in der Natur so etwas wie versteckte
Formen, die irgendwas tun.
Die aristotelische Erklärung lautete etwa bei einer Ursache, naja die besteht aus Form
und Materie und die Form ist ein aktives Prinzip.
Und viele Autoren der frühen Neuzeit sagten, was soll denn so eine Form sein.
Wir sehen doch immer nur den konkreten materiellen Gegenstand. Das war auch motiviert durch neue
physikalische Theorien, denn man sagt eigentlich gibt es nichts anderes als kleine Materie-Teilchen
und die können wir immer weiter aufteilen, aber wo soll es denn da irgendwelche mysteriösen
Formen geben.
Also diese Kritik an der Annahme verborgener aber trotzdem wirksamer Dinge, das war eine
treibende Kraft in der frühen Neuzeit.
Und damit einher ging natürlich auch eine Erstarkung des Empirismus, das heißt die
These fangen wir mit dem an, was uns wirklich empirisch zugänglich ist.
Was wir wahrnehmen können, was wir auch in einem Experiment untersuchen können und sehen
wir einmal von metaphysischen Spekulationen ab.
Das war auch eine wichtige treibende Kraft.
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