
sinkt, desto mehr Geheimnisse gibt der Edersee in Nordhessen preis.
An vielen Stellen werden jetzt, nach Wochen enormer Trockenheit, die vor Jahrzehnten beim
Bau des Stausees überfluteten Ortschaften sichtbar.
So können Besucher bei Waldeck-West die ehemalige Dorfstelle Berich durchwandern, wo mit sinkendem
Pegel immer mehr Überreste von Fundamenten und Mauern sichtbar werden.
Nahe des Schiffsanlegers kommen sogar die Gräber des Friedhofs ans Licht, die seinerzeit
mit Betonplatten versiegelt wurden.
Die seltenen Blicke in eine längst vergangene Welt sehen Besucher unterschiedlich:
O-TON BESUCHER CHRISTIAN FUCHS ("Ja, es ist sehr schön, wenn man bedenkt, sonst würde
das eigentlich paar Meter über Wasser sein.
Und das, dann steht man mitten am Grund und alles trockenen Fußes, ist sehr schön, ja.")
O-TON BESUCHERIN RENATE ZEIDEL ("Auf der einen Seite schön, auf der anderen Seite finde
ich es halt traurig, dass das ganze Wasser weg ist.
Also, kommt ja durch die Trockenheit, und ja, es berührt einen schon, würde ich mal
sagen.")
O-TON BESUCHER WILFRIED KÖSSER ("Ich bin selbst Hobbyskipper und die Vorstellung, dass
man hier normalerweise fünf oder sechs Meter Wasser noch hier drüber hat - komisch ist
das schon ein bisschen.")
Bereits vor drei Wochen konnte man trockenen Fußes über die Aseler Brücke gehen, aber
im Unterschied zur jetzigen Situation konnten die Badenden damals noch unter ihren geschwungenen
Bögen hindurch schwimmen.
Bis das wieder möglich sein wird, muss eine Menge Wasser vom Himmel fallen, doch noch
machen die Meteorologen wenig Hoffnung auf einen baldigen grundlegenden Wetterumschwung.
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